Gebäudeversicherung

Bei Immobilien unterscheiden die Versicherer nach privat und gewerblich genutzten Gebäuden. Für privat genutztes Wohneigentum hat sich die Versicherung gegen ein weitgehend fest stehendes Bündel von Gefahren durchgesetzt. Diese in der privaten Gebäudeversicherung gebündelten Gefahren sind Feuer, Blitz, Hagel, Leitungswasser und Sturm (ab Windstärke 8). Zusätzlich können in die Deckung noch sogenannte Elementargefahren, wie Erdbeben, Erdrutsch, Schneelast  u.a., eingeschlossen werden. Für die Gebäudeverglasung gibt es den Glasversicherungseinschluss.

Gewerbliches Eigentum macht aus Sicht des Unternehmens meist den wesentlichen Teil des Anlagevermögens aus. Dieses wird zumeist individuell gegen einzeln zu bestimmende Gefahren abgesichert. Für den umfassenden Schutz kommen somit eine ganze Reihe von Einzelpolicen zusammen, z.B.: Feuerversicherung, Leitungswasserversicherung, Sturmversicherung, Elementarschadenversicherung, über eine Extended-Coverage werden weitere Gefahren (etwa Überschwemmung) einbezogen, auch gibt es Glasbruchversicherungen und Versicherungen gegen Schwamm.

Häufig legen Kreditinstitute Wert darauf, dass eine Gebäudeversicherung für das fremdfinanzierte Objekt abgeschlossen wird, schließlich genießen Realgläubiger besondere Schutzrechte. Gleichwohl besteht in Deutschland und Europa keine Versicherungspflicht mehr. Die Zeiten öffentlicher Monopolversicherungsanstalten sind lange vorbei.